Andere Länder andere Sitten

Von einem Fettnäpfchen ins Nächste…


Dank unserer zahlreichen Geschäftstermine mit Vertretern internationaler Wirtschaftsunternehmen konnten wir einige typische Verhaltensweisen bei Geschäftsessen und anderen Terminen beobachten.

Mit Ni Hao (Guten Tag), Xie Xie (Danke) und Gan Bei („mach’ das Glas auf einmal leer!“) hinterlässt man sprachlich bei seinen chinesischen Geschäftspartnern einen guten Eindruck. Diesen kann man jedoch mit ein paar weiteren Verhaltensweisen unterstreichen.

Zu Anfang eines Termins mit einem chinesischen Geschäftspartner steht nicht ein fester Händedruck, sondern das Überreichen der Visitenkarte. Man sollte die Visitenkarten stets mit beiden Händen in leicht verbeugter Haltung entgegennehmen bzw. überreichen. Auch wenn die Hieroglyphen der chinesischen Sprache nicht gleich den Namen des Gegenübers verraten, sollte man so tun, als würde man die Karte aufmerksam studieren. Während des Gespräches darf man die Visitenkarte vor sich legen.
Chinesen halten es für unhöflich, ein Geschenk vor den Augen des Schenkenden zu öffnen. Geschenke werden paarweise bzw. in gerader Stückzahl überreicht. Besonders beliebt, vor allem zum Neujahrsfest, sind Geldgeschenke und Lebensmittel.
Auch bei der Verpackung gibt es Regeln. Zum Beispiel wird schwarzes oder blaues Geschenkpapier nicht verwendet. Die Farben Gold und Rot treffen den Geschmack der Chinesen.
Unsere Entscheidung deutsche Schokolade zu verschenken, hat sich sowohl bei den chinesischen Geschäftsleuten als auch bei den Deutschen als äußerst gute Wahl herausgestellt.
Generell gilt: FENGSHUI

Beim Geschäftsessen ist es wichtig, dass die hohe Kunst des Stäbchenessens unbedingt ausgeübt wird. Keine Angst vor den Stäbchen, denn die Reisschale wird an den Mund geführt und das Essen in den Mund „geschaufelt“. Dabei ist zu beachten, den verlängerten Finger, wie die Chinesen ihr Esswerkzeug nennen, nach dem Essen nie kreuzweise auf die Reisschale zu legen und sie nie senkrecht in den Reis zu stecken. Diese Geste wird ,außer auf Beerdigungen, als Gotteslästerung verstanden.
Ungewohnt für unsere Ohren sind die Geräusche, die der chinesische Gegenüber beim Essen von sich gibt.
Rülpsen, Schmatzen und Schlürfen gehören zum guten Ton und zeugen davon, dass das Essen schmeckt.
Außerdem werden Knochen und andere Essensreste auf den Tisch oder Boden geworfen bzw. gespuckt.
Eine der wichtigsten Regeln in China ist sich nicht die Nase zu putzen - man zieht die Nase hoch!

Chinesische Geschäftspartner wollen mit Sicherheit das ein oder andere Gläschen mit Ihnen trinken. Deutsche sollen ja besonders trinkfest sein. Na dann,... Gan bei!

Nora Groos & Johanna Hubbe


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